Seit mittlerweile vier Jahren ist die grundlegende Finanzierung der freien Schulen in Brandenburg Thema – mit der gleichen Forderung, die tausende LehrerInnen, SchülerInnen und Eltern schon auf die Straße brachten – gegen die unfaire Behandlung seitens des Bildungsministeriums. Im Detail geht es um die Berechnung der Personaldurchschnittskosten in der Landesfinanzierung der freien Schulen.
Jetzt gibt es Bewegung zur Fairness durch die Regierungsfraktionen des Landtages – leider nicht durch das Bildungsministerium. Gemeinsam mit den GRÜNEN, der CDU und der SPD wollen wir die Erfahrungsstufe in den Personalkosten von 4,0 auf 4,5 anheben – das wären ca. 15 Millionen Euro mehr pro Schuljahr. Auf diesen Kompromiss hat sich die AGFS Brb in einem fairen Austausch mit den drei Fraktionen verständigt. Dies werden wir gemeinsam mit den drei Fraktionsvorsitzenden Petra Bukde, Jan Redmann und Daniel Keller über Änderungen einer Schulgesetznovelle im Januar bis März 2022 umsetzen – Danke für die gute, transparente, verlässliche und faire Zusammenarbeit!

Gleichbehandlung aller Landeskinder – Fairness gegenüber freien Schulen

Generell gilt aber vorerst weiter: Die Landesregierung steigert seit Jahren die Bezahlung der staatlichen Lehrkräfte – Verbeamtung, Tarifabschlüsse jährlich über 2%, Leitungs- und Sonderzulagen, neue Tarifstufen, erweiterte Erfahrungsstufen – nicht immer in den Landeszuschüssen für freie Schulen. Aber auch hier lernen Brandenburger SchülerInnen – mittlerweile 33.000 (12,7%). Dabei beschloss die Landesregierung 2012 den fairen Gleichschritt in der Finanzierung des staatlichen und freien Schulwesens. Dagegen verstößt das Bildungsministerium ganz bewusst. Sie ist aufgerufen: Lasst uns abklatschen – Give us 5!

Denn: Mit dem Jahr 2018 wurde in Brandenburg die Erfahrungsstufe 6 (bisher 1-5) im Tarifvertrag (TV-L) des öffentlichen Dienstes eingeführt. Damit steigerte sich der Durchschnitt von 4,33 auf 5,00. Für die Schulen in freier Trägerschaft muss demnach die durchschnittliche Erfahrungsstufe 5 (anstatt 4) zur Berechnung ihrer Zuschüsse seit dem Schuljahr 2018/19 festgesetzt werden.


Wir sind 183 Schulen in freier Trägerschaft. Wir (be)leben Brandenburg. Wir stehen für Vielfalt – von der frühkindlichen, über die sonderpädagogische und die allgemeine bis zur beruflichen Bildung – mit 33 000 SchülerInnen und 66 000 Eltern. Erfahren Sie mehr!